TEXTE SEHEN - TEXTE SETZEN

Die performativität von texten als dramaturgisches Werkzeug im probenprozess

Bachelor-Thesis 

In meiner Bachelor-Thesis habe ich ein Werkzeug zu Umgang und Interpretation von Texten im Theaterprozess entwickelt. Das Werkzeug besteht in der bewussten Formatierung von Texten im Skript und einem daraus resultieren Umgang mit Texten und Notizen, welcher sich am Begriff der ästhetischen Erfahrung aus der Kunsttheorie orientiert.

 

Durch eine Betonung der materiellen Aspekte eines Textes verweist der Text primär einmal auf sich selbst. Der Text "tritt" auf. In der Folge wird der Text vom Produktionsteam nicht mehr als verfügbares Objekt, sondern als aktives Mitglied wahrgenommen. Aktiv im Sinne einer "Agency" der Dinge. Damit wird erreicht, dass ein Theatertext sich einer eingängigen Interpretation während des Inszenierungsprozesses entzieht, den Mitspielern immer wieder Fragen stellt und auch nach der Premiere wieder und wieder neu zu entdecken ist.

 

Die Bachelor-Thesis ist als A3-Booklet zu lesen. ziemlich gross also.
Der Leser ist aufgefordert, sich aktiv mit seinen Notizen in den vorliegenden Text einzumischen. Denn der Leseprozess der Thesis gestaltet sich selbst als ästhetische Erfahrung.